Kühltransport von Notfallarzneimitteln

Kühltransport von Notfallarzneimitteln

Die Arzneimittelbetriebsordnung (AMBO 2005) legt fest, dass bei der Lieferung von Arzneimitteln eine validierte Transportdauer und Transporttemperatur einzuhalten sind. Dies hat zur Folge, dass kühl zu lagernde Arzneimittel nur mehr von entsprechend zertifizierten (Logistik-)Unternehmen transportiert werden können.

Bei Notfallarzneimitteln, die vielfach kühl zu lagern sind, sind diesbezüglich Probleme zu erwarten: Viele der betroffenen Firmen bieten 24-Stunden-Hotlines und spezielle Lieferservices an, sodass im Notfall dringend benötigte Arzneimittel rasch verfügbar sind. Diese Notfallservices sind nun in Frage gestellt, da man sich dabei durchwegs nicht-zertifizierter Transporteure bedient. Eine Firma hat ihr Notfallservice bereits mit Hinweis auf entsprechend Behördenauflagen eingestellt.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker weist darauf hin, dass diese enge Auslegung der AMBO 2005 zu einer Verschlechterung bei der Versorgung der Krankenhäuser mit Notfallarzneimitteln führen wird und, dass gravierende Nachteile für Patienten nicht auszuschließen sind.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker hat daher an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen ersucht klarzustellen, dass für Notfallservices von den genannten Auflagen abgesehen werden kann und die bisher geübte Praxis des Kühltransportes unter nicht validierten Bedingungen beibehalten werden kann.Brief an das BASG